Hinauf … und wieder hinunter :)

Endlich mal wieder ein richtiger Wandertag .oO das mit dem frühen Aufstehen hat natürlich nicht ganz so gut geklappt und durch die etwas unkluge Wahl der Heimatasus plus Rückgriff auf Bus und Bahn, fiel der Startschuss in Schierke doch erst halb elf.  

Von der Jugendherberge aus ist mein gewählter Aufstieg etwa 10 km lang. Schöne breite Wege und vermutlich wetterbedingt seeehr wenig los … Erst kurz vorm Gipfel auf dem kleinen alsphaltierten Zipfel kommt das „echte“ Brockenfeeling auf …

Ab da würde es auch spätestens ungemütlich windig, zwei Jacken dabei zu haben, war ein guter Plan 🙂 auf dem Brocken selbst war von fulminanter Fernsicht nichts zu sehen, dafür konnte man schief-laufen üben 🙂

Einmal rum um den Berg und der Entschluss ist gefasst, das Mittagessen später in ruhigeren Gegend einzunehmen.

Auf dem Brocken selbst ist nicht viel zu sehen … Die 41-bahn (ist nur so teuer, wenn man tatsächlich hinauf fährt) und verdammt viel Geisterwald …

Gestern wurde mir eine „Luschenrunde“ vorgeworfen, deshalb trappel ich nicht den Weg zurück, den ich gekommen bin, sondern entscheide mich für einen 20 km Abstieg nach Wernigerode 🙂

Hab nicht wirklich Pläne gemacht, einfach mal loslaufen … Tendenziell bergab .oO nach einer Stunde treffe ich einen Wanderer in Plauderlaune, wir gehen den Rest des Weges gemeinsam und er wird mich nspaeter noch mit seinem Wagen zum  Bahnhof bringen.

Zu zweit wirds nicht langweilig. Ich erfahre etwas über Hirntumore, reha-massnahmen, viel über den Magdeburger Fußballverein und packe noch ein paar Höhenmeter auf den bereits angelaufenen Stapel, weil er nicht nach Hause kann, bevor nicht 1000 voll sind 🙂

Irgendwie verquasselt man sich und kommt von Hinz zu Kunz und von Gott zur Welt und Ginsterstraechern, Eichelhähern und Salamanderparadiese 🙂 ziemlich lang haben wir uns noch mit Forstarbeiter unterhalten, die mit Ferngläsern bewaffnet auf Borkenkäferjagd waren … ich weiß jetzt wie gefährdete Bäume aussehen und was man gegen die plage tun kann .oO die Geisterwald im Naturschutzgebiet sind ein Zeichen seiner ungestörten Arbeit, sehr zum Verdruss der privaten Forstwirte, wird im Nationalpark anscheinend wenig bis gar nicht eingegriffen .oO

Irgendwann, es ist schön Abend geworden, ist Wernigerode im Tal zu erkennen …

Knapp 1000 Höhenmeter, 31 km Gesamtstreckenlänge und rumningelnde Knie sind eine Tagesbilanz. Ich beschliesse fürs nächste mal bergetappen Stöcke zu besorgen 🙂

Wernigerode ist schön, ich Späher durch ein Stadttor und verpasse darüber den Bus, eine Stunde Pause in einem Park mit nackten Füssen im Grass tun gut … eine weitere Fahrstunde später schleiche ich unrund Richtung Herberge und freue mich auf eine Dusche und die Urlaubsabschlussflasche Rotwein …

Morgen passiert nicht mehr viel, werd versuchen schnell ins Erzgebirge zu kommen … ein Krankenhausbesuch steht fuer morgen auf dem Plan und die Hoffnung, dass alles gut ist/wird 😦

Ich bin mir sicher bald wieder im Harz zu sein, es gibt viel zu sehen, viel zu erleben und noch viel mehr Routen und Sagen, die man aus erster Hand sehen muss 🙂

A.

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