Tag 6: innerstädtischer Wandertag

Berlin, du bist so wunderbaaaar, Berliiiiin *traeller*

Ja, die Hauptstadt ist wirklich in vielerlei Hinsicht bahnbrechend und wegweisend 🙂 das Beispiel aus der Modewelt zeigt den eleganten aber doch einfachen Chic der Arbeiterklasse, aufgehuebscht durch dezent aufregende Accessoires wie den farblich kontradictorischen Puschel und die aufreizend gestalteten Plueschohren! Ich bin mir sicher und hege leise die Hoffnung, dass auch in provinzielleren Gefilden bald weibliche Wesen soviel Mut aufbringen und der eine oder andere Kaufhof-Chefeinkaeufer die potenziellen Chancen erkennt und damit Männerherzen überall höher schlagen lässt.

Nach ausgiebigem Frühstück war heut Stadt angesagt. Start war noch einmal das Brandenburger Tor und heut war der Himmel auch gleich viel freundlicher und hat auf Tränen verzichtet …

Ganz schön Betrieb … auch schon am frühen Morgen, vielleicht ist das aber auch nur am 13. August so. Zahlreiche Angebote zu diversen Touren durch und um die Stadt, werden zu fulminanten Preisen und noch fulminanteren Worten angepriesen … ich habe zwei ganz ausgezeichnete Stadtführer bei mir …

Seit meinem letzten Besuch des Reichstages hat sich doch bissl was verändert, keine riesige Baustelle mehr davor, dafür eine Sicherheitsschleuse … Schlangen gibts immer noch – schön, wenn das Interesse an einem Hort der Demokratie so vital und ungebrochen ist 🙂

Der vormittags Plan sieht den Besuch spanischer Meister des 16.-19. Jahrhundert vor …

Zwei Stunden Ausstellung genügen, um in mir den Wunsch nach einer Zigarette keimen zu lassen und dem Treiben der Wolken lange am azurblauen Himmel zuschauen zu wollen. Zwischendurch springen die Gedanken zwischen „hm, das hat man also vor 300 Jahren so gegessen, angezogen, so hat man gelebt und der künstlerischen Meisterschaft, Licht und Schatten und realistische Darstellung auf unterschiedliche Medien zu bannen … Ein paar Bilder waren wirklich beeindruckend, an einem vermochte ich beinahe schon impressionistische Tendenzen zu erkennen 🙂

Allein bei folgendem Kunstwerk bin ich an die Grenzen meiner Ratio gelangt …

Vielleicht muss man manches einfach nur fühlen, um es zu verstehen 🙂 nein war nur Spass, eigentlich war alles Recht hübsch anzuschauen und von meisterliche Qualität.

Mittag beim Lieblingsitaliener meiner Verwandten, die Pizza Margeritha ist gar köstlich und der Pinot vorzüglich … Damit sind wir gut gewappnet für einen Besuch im KaDeWe.

So viele Menschen, so wenige Einkaufstüten und ein so mannigfaltigen Warensortiment .oO ich hab endlich Flaschen edlen Likoers gesehen, deren Wert ein Kleinneuwagen aufwiegt und Porzellanteller, die man nicht fallen lassen mag … Naja, Konsumtempel sind nicht so meins, das Kaufhaus an sich aber nicht nur wegen der schönen Wandfliesen, sondern auch wegen der Anzahl untätig herumstehender Mitarbeiter und dem nicht enden wollenden Touristenstrom bemerkenswert.

Vor dem Kaufhaus gab es noch kurz die Möglichkeit professionellen Huetchenspielern bei ihrem unmoralischen Handwerk zuzuschauen. Viele 50 Euro Scheine, viele flinke Fuesse, als die Polizei um die Ecke bog 🙂

Weiter gehts Richtung Kudamm … ueberall quirliges und buntes Leben … Ein kleiner Moment der Stille in der Gedächtniskirche.

Bin sehr beeindruckt von Lichtspiel und der spartanischen Einrichtung der Neubauvariante! Sehr hübsch anzusehen und im Gegensatz zur Dresdner Frauenkirche kommt tatsächlich ein wenig Besinnlichkeitsstimmung und Ruhe auf.

Weiter gehts in entspannenden Schritt zum Schloss Charlottenburg. Nur ein bisschen aussenrum schlendern und den Blick über eine wundervolle Parkanlage schweifen lassen …

Der Tag ist fast geschafft … den Rücktransport der müden Körper übernehmen die Berliner Verkehrsbetriebe und nebenbei gibts noch ne kleine Stadtführung … bequem sitzend 🙂

Es gilt noch Proviant zu besorgen … morgen gehts auf Schusters Rappen weiter und nach einem oder zwei Schoeppchen den Sinnen die wohlverdiente Ruhe gönnen.

Berlin ist ganz sicher mehrere Reisen wert, vom heutigen Tag bleiben nur Fetzen, zu viele Informationen, zu viele Menschen, aber(!) pulsierendes Leben.

A.

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