wort zum sonntag

aeh, doch lieber montag, zuwenig wochenende 😦

jetzt ein glas wein .oO das waer fein, aber ganz besonders sonntags lass ich’s sein 🙂

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bikinifigur und sellerieschnitzel(?)!

endlich fastenzeit!

eigentlich gabs die letzten monate nicht viel zu berichten, urlaubs- und wandertechnisch ein echtes armutszeugnis … dafuer bin ich proper geworden und eigentlich in letzter zeit mit allem bissl sehr uebertrieben 🙂

mal schauen, ob ich wieder auf einen vernuenftigen weg finde. was hilft da am besten? richtig: fasten und das es nicht so langweilig wird, faste ich am besten gleich alles was spass macht 🙂 ja, ich glaub das ist mal wieder ein daemlicher plan — dieses mal sogar ganz ohne wette .oO

tag 1 ist vorbei und das schlimmste ist schon geschafft … sellerieschnitzel oder eine scheibe konzentrierter eintopfgeschmack ist geschafft *baehh* bin gespannt, was die catering-kueche die naechsten tage an vegan/vegetarischen leckerlies zu bieten hat .oO

ich glaube die herausforderung schlechthin wird der verzicht auf zusaetzlichen zucker … irgendwie hab ich mich die letzten monate ganz schoen an gezuckerten kamillentee gewoehnt … ich bin dennoch vorsichtig optimistisch!

alkohol klappt auch gar praechtig, so gut, dass ich schon sonntag damit angefangen habe. das ganze gegenteil ist allerdings die raucherei .oO bin gespannt, obs wenigstens zu einer deutlichen reduktion reicht, ansonsten neues motto: „rauchfrei in den mai“ 🙂

irgendwie ist mir grad sehr langweilig … vermutlich wird das die naechsten tage bissl anders werden, wenn — nach kurzem antrainig — wieder laengere abendwanderungen auf dem plan stehen.

dann werd ich mal den winter vertreiben und ein klein bisschen innere schweinehunde besiegen … 10 kg duerfen die naechsten 6 wochen purzeln und der gesamtzufriedenheits-index wieder ueber 5/10 steigen :=) und wenn ich ehrlich sein soll, vorfreude auf die hasenzeit ist mit weihnachten nicht zu vergleichen, aber gleich viel angenehmer, wenn man nach herzenslust geniessen kann … ich sag da einfach nur mal „der apfel danach“ 🙂

dumdidum

 

 

Auf den Spuren …

… des Unwetters!

Es muss Abreisetag sein, die Sonne lacht 🙂 Fruehstueck gibts nochmal im Hotel und einen Lunchsack gleich noch dazu, man wird wirklich verwoehnt, wenn ich im Auto ne Decke finde, kann ich notfalls noch ein paar Tage auf der Autobahn campieren 🙂

Soweit lass ichs dann doch nicht kommen … viel Verkehr :/ und das vortasten von Stau zu Stau geht mir gewaltig aufn Zeiger. Die Bahn hats die Tage in der Region auch nicht leicht … es sind noch nicht alle Strecken wieder freigegeben. Irgendwie tut mir das Untenehmen ganz schoen leid, wenn sich nun auch noch Nebenfeinde zu Fruehling, Sommer, Herbst und Winter gesellen .oO

Irgendwann verlass ich die Autobahn, blinkt schonwieder gelb und zahlreich am Horizont … 20 km bis Neuruppin … ganz schoen laendlich hier, vermutlich hab ich mich verfahren, es gruessen Radfahrer und der Kleinwagen ist nicht fuer diese Strassen gemacht 🙂

Die Spuren des Sturms sind noch gut sichtbar! An den Alleeraendern liegt allerlei Gruenzeugs und reichlich vom Wind zerkleinerte Baumueberreste. Muss wirklich ganz schoen gehaust haben .oO Irgendwie hat man gar nich immer vor Augen, dass die Natur auch manchmal ganz schoen moerderisch sein kann .oO Hab die letzten Tage aufs Nachrichten schauen verzichtet und ich war bissl schockiert ueber die Anzahl der Toten .oO

Das Wetter ist immer noch schoen, Sonnenbrillenzeit! Eine Kutschfahrt am Sonntag nachmittag ist doch schoen, die Strassen beschaulich und am Rand versehen mit beachtlichem …

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Das nenn ich mal eine mondaene Storchenherberge .oO Autobahn wiedergefunden Berliner Ring, alles wird gut, is nichmehr weit …

… der Reformation

Kurz vor Dessau gehts wieder runter, gar kein Bock mehr auf autofahren. Ich war letztes Jahr in Wittenberg und hatte mir vorgenommen dieses Jahr (Reformationsjubili) wiederzukehren. Schoen, wenn einen nichts treibt und die Reisekasse noch Restbestaende enthaelt 🙂

Die Kirche ist fertiggeworden, die sah letztes Jahr noch ganz schoen eingehuellt aus. Die Thesentuer hatte ich letztes Jahr nicht sehen koennen, und dieses Jahr reichen meine verbliebenen Lateinkenntnisse nichmal mehr aus, die kurzen Saetze zu uebersetzen .oO Zum Glueck wurde der Thesenanschlag quasi als fruehneuzeitliches Comic in Form von Buntglasfenstern tradiert .oO

Ansonsten ist von 500 Jahren Reformation nicht viel zu sehen, bestimmt sind das ganze Jahr ueber in Museen und Kirchen gute Veranstaltungen zum Thema gelaufen … die Stadt selbst ist wie immer. Die krosse Pekingente kostet 9,90€ und der Kommerz hat alles fest in seinen gierigen Pfoten.

Manchmal frag ich mich schon, was wohl Luther fuer eine Meinung zur Socke „Hier stehe ich …“ gehabt haben koennte, aber vermutlich hatte er vorm Reichstag anderes im Sinn .oO Und eines wird sich mir nie erschliessen, wieso nehmen wir so bereitwillig hin, dass auslaendischen Besuchern Kaffee und kalte Getraenke serviert werden anstatt Coffee und Cool Drinks … irgendwie nimmt man da doch ganz schoen viel. Ich glaube ich mag es im Ausland zu sein und mitm Woerterbuch oder Haenden und Fuessen herauszubekommen, was ein Croissant ist … zumindest fiele mir im Traum nich ein in einer frz. Baeckerei ein Blaetterteig-Hoernchen zu erwarten oder den entsprechenden englischen Terminus .oO

Bisschen Kunst gabs auch noch, ich mag das so sehr … koennt ich stundenlang anschauen …IMG_20171008_152758 irgendwann muss ich das mal hinbekommen. Malen/Zeichnen wie auch immer is so oft eine soviel bessere Moeglichkeit als ein schnioedes Photo :/

Die Reformation war ein Schluesselelement der Geschichte und epochebildend fuer ein ganzes Zeitalter. Nach diesem „Tabubruch“ hat sich das Herz des Kontinents neu Entwickelt mit einer ganz und gar unvorhersehbaren Langzeitwirkung, man muesste mehr ueber den Schmetterlingseffekt und historische Kausalitaeten nachdenken .oO

Nun bin ich einen halben Tag durch eine Stadt gelaufen, die mit dem Reformator schlechthin verknuepft ist, aber eine Bindung oder Aha-Erlebnis, will sich einfach nicht einstellen, ich fuehl mich keiner Idee naeher oder sowas in der Art und kann auch den Kontext nur schwer beurteilen. Ich glaube ich bin zu abgestumpft oder/und ignorant oder schlichtweg zu dumm, aber dagegen kann man was tun 😉 Ich glaube ich muss meine TODO-Liste noch um einige Punkte erweitern .oO

Ich entscheide mich gegens Uebernachten und Autobahn und juchtel schoen zufrieden gaehnend auf Landstrassen die letzten Kilometer dem Abendhimmel ueber Leipzig entgegen …

So, das wars nu aber wirklich, ich freu mich aufs eigene Bett 🙂

Quadrofilipalaivioxopopulix (nein, kein islaendischer Vulkan)

… gleich erst noch Nachtraege zu gestern, war ganz schoen verbumduselt 😉

#1: Unbedingt erwaehnen wollte ich noch die unglaubliche Anzahl an hochwertigen Photograpiergeraeten und Fernglaesern .oO Ich hab Objektive gesehen, die laenger als ein Kind hoch ist 🙂 Und selbst der Guide, der sich eigentlich um Kranichfragen kuemmern sollte, lies sich kinderleicht zu technischem Pimmelfechten ueberreden.

Fazit: Uns gehts allen viel zu gut 🙂

#2: Doch nur gelbe Steine gesammelt, die Kellnerin hat ganz schoen gekichert, als die Steinchen einfach nur auf den Boden des Glases rauschten … nicht ansatzweise schwimmfaehig .oO

Für heut stehen die Leuchttuermchen auf dem Programm und kucken, was sich noch so ergibt. Wetter ist noch einigermassen, zumindest regnets nicht. Die Sonne gestern war wirklich bissl zum dran gewoehnen 😉

Geht nochmal Richtung Vitt, grosse Spruenge mag ich heut nich mehr machen. In das Dörfchen kann man sich dann aber doch nochmal schnell wirklich (schnell) verlieben … und hinfuehren Strassen, die kleiner sind, als der Rad- und Fussweg 🙂

Die Aussicht ist immer schoen, Kap Arkona dieses mal und am Wegesrand florale Elemente aussergewoehnlicher Größe … ich schaetze mal so um die 4 m koennten die Gewaechse hoch gewesen sein.

Vom Leuchtfeuer, dem etwas abstehenden Tuermchen, kann man einen Blick von oben auf die Reste des slawischen Burgwalls und die Ausgrabungsstaette werfe. Ab und an ein bisschen Kunst und Spittelbuden, die allerlei Krempel offerieren. Schade, dass ich mitm Kartenschreiben schon durch bin, hab noch schoene handgemalte entdeckt .oO

Es regnet wieder vor sich hin, ich hab die Bernsteinsuche noch nich aufgegeben und dreh jedes Haeuffchen Tang um, Plastik, Kohle, Glasscherben, alles da, nur nich das, was ich will. In der Ausstellung wird viel von der Verschmutzung der Straende gezeigt und was man dagegen tun kann. Ich glaube es wird nicht wieder gut und wir werden u.a. damit leben muessen, dass jeder Fisch auf dem Tisch Mikroplastik enthaelt oder sich in einer Sixpack-Verpackung erdrosselt hat .oO Manche Dinge sind einfach nur traurig!

Am Strand gibts auf jeden Fall bei jedem Wetter was zu sehen, heute blieben die Augen im seichten Wasser bei der Beobachtung vom Fischnachwuchs haengen und bei Tausendfuesslern, die sich mutig ueber den Strand ins Wasser kaempften — kann immer noch nicht sagen, ob das in suizidaler Absicht geschah oder dahinter ein groesser Zweck verborgen ist … ich muss dringend an meinen Biologiekenntnissen arbeiten .oO In der grad gekuckten Ausstellung gings auch noch ueber Feuerstein, also dem Grossteil der hier herumliegenden Dinger. Bernstein ist schon schwierig zu finden, aber Flint mit eingeschlossenen kriechenden Kreidekrustentieren ist noch bissl interessanter 🙂 kurz: hab 1000 Steine umgedreht und nichts kreidezeitliches gefunden .oO

Es scheint sich heut ein bisschen einzuregnen. Ich sag dem Strand schonmal tschuess, vielleicht klappts morgen vorm Fruehstueck nochmal, also wenn das Wetter mitspielt. Hab mir fuer heut extra ne Flasche Wein geholt, die ich eigentlich im Sand noch leeren wollte … Satz mit „X“ :/

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Die Eingeborenen haben dieses Wochenende auserkoren, um ein Erntefest zu feiern. Dank ordentlich Flüssignahrung kommt Stimmung auf und das Spanferkel winkt verlockend mit Duftfetzen frisch gebratenen Fleisches 🙂 Gegen 17.oo Uhr ist Schluss und ich bin mir sicher, dass sich alle Ausgestalter besseres Wetter gewuenscht haetten … die Strasse haette nicht menschenleer, sondern menschenvoll sein sollen. Die Menschen hier scheinen nicht lang zu hadern, es is halt wie es ist und gegen das Wetter kann man eh nix machen … schoene Einstellung, die ich mir fuer manch persoenliche Dinge gern zu eigen machen wuerde .oO

Letztes Abendessen, wieder phantastisch, weiss gar nich wie ich sitzen soll, ueberall ist „Bauch“ 🙂 naja, paar Bierchen helfen bestimmt und Kuemmel! Schmeckt gar nich so schlecht, hab den deutlich unangenehmer in Erinnerung … eher so baehhh mit einem Schein von alten Sportsocken im Abgang .oO

Zeit fuer eine kleine Feldstudie? Hab allein gegessen und lange ueberlegt, ob das putziger ist, als allein an der Bar zu sitzen? Der aeltere Herr haelt sich wacker an einem Bier fest und zaehlt offensichtlich Schnapsflaschen oder so … ist keiner sonst an der Bar. Ich glaube ich werd hier heut kein abschliessendes Ergebnis praesentieren koennen, habs dem alten Mann gleich getan und auch gedankenvernken Likoerbehaeltnis gezaehlt … erstaunliche Anzahl uebrigens, morgen werd ich mich nur noch an wenige Marken erinnern .oO aber das Salzgebaeck ist lecker und vielleicht der einzige Grund an exponierter Stelle zu sitzen.

Familienbetriebe sind toll … der Chef hat grad nochmal schoen vom Tauchen erzaehlt, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich beim naechsten Ostseeurlaub mindestens ein Seepferdchen machen werde … muss schoen sein in eine voellig andere, ganz ganz stille Welt abzutauchen um schwebend das Sein zu geniessen und alles drumherum zu geniessen .oO

Morgen gehts frueh zurueck nach Leipzig und dann gleich weiter ins Erzgebirge. Bin mal vorsichtig optimistisch, dass die entstandenen Sturmschaeden die Reise nicht uebermaessig verzoegern und dass ich vor der Abreise wenigstens nicht alle Fenster offen stehen gelassen habe .oO Die letzte Urlaubswoche wird nichmehr viel passieren, paar flausen noch austreiben und dann kann der Alltagstrott/Hamsterrad wieder losgehen …

Ein kleines Fazit vielleicht noch …

  • Gute Regenklamotten besorgen, wenn man in wechselhaftem Wetter urlaubt; ein Regenschirm kann ein gutes Werkzeug sein, allerdings wenig nuetzlich selbst bei Wind .oO und ich wuensch mir fuer die Brille kleine Scheibenwischer oder so 🙂
  • Muetzen ist extrem wichtig, Handschuhe was fuer den Winter …
  • Im Gegensatz zum letzten Jahr, haette ich doch mehr Klamotten mitnehmen sollen und auf jeden Fall weniger Buecher! Eines fuers Gefuehl und vielleicht noch was aus der Bibo auf nem Lesegeraet ist absolut ausreichend, ich glaub ich hab keine 50 Seiten geschafft .oO
  • Urlaub ist toll! und es sind verdammt wenig Alleinreisende unterwegs 🙂
  • Die Norddeutschen sind gar nich so zugeknoepft, vor allem wenn sie eigentlich aus dem Vogtland kommen und in baelde auf den niederlaendischen Antillen heimisch werden.
  • Ich komme bestimmt wieder.

Hm, hatte noch sovieles, was ich sagen und loswerden wollte, aber — vielleicht zum Glueck — geht das Schreiben grad nich mehr so gut und alles wichtige gibts dann vielleicht beim naechsten Urlaubsbericht 🙂 Jetzt habsch erstmal ne kalte Nasenspitze … wer weiss, was das zu bedeuten hat .oO

„frischer, hausgebackener Zwetschgenkuchen“ vs. Version ohne Komma … die deutsche Sprache macht mich immer wieder fertig .oO ist das jetzt frischer und hausgebackener Kuchen oder frisch hausgebacken? wieso kann man sich nich einmal klar und unmissverstaendlich ausdruecken … wenn das schon bei Pflaumenkuchen so schwer is, brauch ich mich nich wundern, dass ich so oft in wichtigen Dingen falsch/nicht verstanden werde … *hach* mich deucht es gibt eine Menge Baustellen fuer mich :/

Glücksvögel .oO

Vorletzter Tag und heut. Gibt viel zu tun, Rumgammeltag ist auf morgen verschoben 😉

Los gehts mit einem Strandspaziergang … Huehnergötter und Bernstein finden ist der Plan. Bei ersteren kann ich ein ganz grosses Kreuzchen machen, vier Stueck gefunden! Hab letztens erst erfahren, dass man durch das Loch in den Himmel schauen soll und sich dann was wuenschen darf, Weltfrieden und noch was, dass mir am Herzen liegt, sollte demnaechst in Ordnung kommen und noch zwei Wuensche uebrig 🙂

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Ich glaube es ist Zeit fuer ein klitzekleines Bilderraetsel 🙂 Wer den Huehnergott im Bild findet, bekommt ein … Alpenveilchen! Falls es zu schwierig ist, siehe naechstes Bild und im letzten die Anleitung fuer die Wuenscherei.

Der Strandspaziergang zieht sich ganz schoen hin, ist aber auch schoen, wenig Leute, bisschen Wind und bald wird der Himmel ganz blau, endlich ein schoener Herbsttag. Berstein hab ich auch gefunden, reicht fuer zwei Ketten und eine Brosche 🙂 Hab mich bissl informiert, wie man die Echtheit von Bernstein nachweisen kann. 1. Nadel heiß machen und reinstechen, wenn es schmilzt und nach Harz riecht, echt. 2. kann man mit ner Muenze Kratzer reinmachen, echt. Da die beiden Methoden den aesthetischen Wert des Schmucksteins in spe mindern, Methode 3: Bernstein schwimmt in 10% Salzwasser und geht in Suesswasser unter 🙂 Leider werd ich die Kiesel noch eine Weile mit mir rumtragen, es mangelt bissl an Pruefequipment … ma kucken, vielleicht kann ich ja morgen beim Fruehstueck genug Salz besorgen 🙂

Kleinen Abstecher gibts auch noch zu den beiden Leuchttuermen, allerdings sind die gegen Mittag doch ein bisschen ueberlaufen. Besteigung auf morgen verschoben oder so.

Sind ganz schoen viele geputzte Menschen unterwegs. Sehr huebsch anzuschauen und dabei ist gar nich Ostern .oO

Nachmittag gehts nach Breede, Glueckvoegel beobachten! Klingt spannend, ist aber eigentlich nur ne 3 stuendige Bootstour zum Uebernachtungsgebiet der grazilen Fluggeschoepfe.

Ich mag Bootfahren, gibt gleich nochmal eine ganz andere Perspektive 🙂 Viele Kraniche sind nicht zu sehen, durch den Guide wurden tausende versprochen, erschienen sind immer mal paar kleine Grueppchen. Dafuer parkten so ungefaehr 1337 Schwaene in naechster Naehe .oO adrett anzusehen. Von den 3 Stunden Reise bleibt eine Stunde zur Beobachtung und zum rumkucken, Rest ist hin und zurueck. Auf dem Rueckweg gibt es noch einen erquicklichen Vortrag. Auf der Hinfahrt Gelegenheit mit dem Kranich-Experten zu sprechen. Ich bleibe ein wenig unzufrieden zurueck, aber die Sonne, die ist toll 🙂

Das Zwischenlicht ist irgendwie schoen, also wenn die Nacht beginnt den Kampf gegen den Tag zu gewinnen … alles blau, grau, zwischendrin … ich glaub morgens gibt es sowas auch, werd ich morgen frueh vorm Fruehstueck mal antesten 😉

Bin irgendwie ganz schoen knuelle und von der Schifffahrt auch noch ein bisschen durchgefroren. Morgen ausspannen, hoffentlich wird nochmal schoenes Wetter … hab mir heut schon einen schoenen grossen Stein ausgesucht, auf dem ich lurchgleich morgen parken mag! Zeit zu lesen und gedanken baumeln lassen oder so 🙂

Ich glaub mir mangelts grad bissl an kreativitaet … mehr gibts nich fuer heut :/

 

 

 

 

 

 

Sich regen bringt Segen … und

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das Schaf hat noch Locken — kein Sturm heut, nur bissl Wind … in Leipzig war bestimmt mehr los und ich hab die Fenster noch aufgelassen .oO

Regentag heut, hab mich trotzdem aufgerafft und gleich nachher mach ich mir noch ne Einkaufsliste. Ganz oben wird ne Regenjacke stehen, eine die ihren Namen wenigstens ein bisschen verdient und vielleicht noch bissl was gescheites fuer untenrum.

Kreidefelsen bzw. Naturpark Jasmund war der heutige Plan und hat auch ganz gut geklappt. Anreise mitm Auto, naja, war einfach praktisch, konnt mich nich vom Ruehrei und den Pancakes losreisen .oO In Hagen ist Start- und Endpunkt. Die ersten paar Kilometer fuehren durch natuerliche Buchenwaelder, wenig los, wegen des Dauerregens auch kein Wunder, auf wunderbar barrierefreien Wegen.

Natuerwaelder (?) sind schon was feines, also im Gegensatz zu den Nutzwaeldern. Holz einfach mal liegen lassen nuetzt nicht nur Pilzen, auch 1001 Kaefer freut sich ueber angenehme Lebensraeume und dem Wanderer praesentiert sich ein Blick in beinahe wilden Raum. Wenn man nach oben schaut wird einem erst so richtig klar, in welch gruengrosser Halle man sich bewegt, der Regen bleibt zurueck, nur ab und an klatscht ein Riesentropfen. Raeume sind wichtig und hier scheint mir eben, in einer monumentalen Kirche zu sein. Ob die Slawenvoelker des vorletzten Jahrtausends auch so dachten und dann einen Stein in beliebige Richtung schmissen, um einen Ringwall oder Heiligtum in jahrelanger muesamer Arbeit zu errichten, um der Natur und der Ordnung des Seins Tribut zu zollen?

Wüsste ich genau, wie dies Blatt aus seinem Zweig hervorkam, schwieg ich auf ewige Zeit still, denn ich wüßte genug. (Hugo von Hoffmannsthal)

Eine knappe halbe Stunde spaeter ist der Koenigsstuhl erreicht. Fuer nur wenig Geld kann man sich im Naturparkzentrum eine adrette Ausstellung ueber Ruegen, die Entstehung der Kreidefelsen und ueber Wald im speziellen anschauen …

Huebsch gemacht, vor allem fuer Kinder gibt es sehr viel zu tun. Vier waehlbare Varianten fuer den Audio-Guide stehen zur Verfuegung, eine speziell fuer die Kleinen und die Romatikvariante fuer mich 😉

Der weisse Haufen da ist tatsaechlich ein Eisberg! Hab zwar keine Ahnung, wie sie das gemacht haben, aber das Ding ist kalt und wenn mans anleckt, schmeckts nach Wasser. Endlich mal kucken, was ein Regenwurm so unter Tage treibt? Kein Problem, UV-Taschenlampe schnappen und schwupps leuchtets auf 🙂 Wirklich schoene praktische, anfassbare, ausprobierbare Dinge. Eine gelungene Ausstellung.

Weiter gehts ein paar Meter auf den eigentlichen Koenigsstuhl. Links und rechts blickt man auf schoen freigelegte Kreide, nirgends sonst kann man die Baender von denen sie durchzogen ist, so schoen sehen. Postkartig, schaut man besser vom Victoria-Blick als vom eigentlichen Felsen oder den Hochuferweg nach Sassnitz folgend etwas spaeter.

Inzwischen bin ich ziemlich nass, eigentlich von oben und unten, zum Glueck bin ich nich aus Zucker und noch isses mir egal 🙂 Geht mal wieder ganz schoen weit runter und da sind nur paar Bretter und ein bischen Drahtgestell .oO

Auf den Wegen scheint die Kreide auch ab und an durchzuschimmern .oO rutschelige Angelegenheit. Ansonsten ist alles — wie zu erwarten — gut ausgebaut und die Treppen auch fuer ungeuebte Wanderer leicht zu erledigen. Der Weg ist wirklich schoen … fast immer ist man nur wenige Meter vom Abgrund … ich moechte fauchen vor Wildheit und Wagemut *schnurr*.

Das schoenste Bild zum Schluss:

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Kann mich nich sattsehen und bleibe lange stehen, Stift und Papier sind laengst durchgeweicht … ich zeichne in Gedanken. Ist schoen geworden 🙂

Und weiter gehts, ein Schild sagt, 2 km bis Sassnitz. Stadt mag ich heut nicht sehen, ich biege ab und verlaufe mich ein wenig … ein Stuendchen spaeter geb ich auf und suche eine Strasse. Perfekt an der Einmuendung ist eine Bushaltestelle.

….

Duschen sind eine wunderbare Erfindung! Kaputt fuer heut. Paar Karten an liebe Arbeitskollegen und daheim schreiben und auf morgen und besseres Wetter bauen. Mehr geht heut ni … Strecke war uebrigens nicht weit, nur 16 km auf und ab 🙂

Morgen ist Gammeltag, bissl Strand, die beiden Leuchttuerme muessen noch bestiegen werden und am spaeten Nachmittag vielleicht eine Bootstour im Bodden um endlich mal glueckliche Voegel bzw. Kraniche zu sehen.

Wind ist toll … nur wuenscht ich mir nicht Sportplatzrasen, sondern Weizenfeld zu sein, in dem der Wind mit Mohnblüten spielt …

Flundern und Sehnsüchte!

Ausgezeichnet geschlafen! Das Wetter scheint auch noch bissl mitzuspielen, zumindest regnets noch nicht .oO aber erstmal Fruehstueck. Was soll ich sagen, erstklassig … verdammt leckeres Ruehrei und Matjesbrötchen gabs auch schon … bissl Saft noch und einen Kamillentee und der Tag kann beginnen 🙂

Heut wird ein Stueck Umgebunrund_um_putgarteng erkundet, erstmal schauen wo ich ueberhaupt bin und was  so im naeheren Umkreis zu entdecken bzw. zu finden ist. Ich pack mal die Karte gleich hierher, da sieht man auch, dass ich heut nich besonders kreativ gelaufen bin, aber das macht fast gar nichts.oO

Startpunkt Hotel und dann nach West/Nord immer schoen im Uhrzeigersinn …

Gleich ziemlich am Anfang dieses Gebäude … hab mich nich hingetraut. Irgendwie hab ich Angst vor manchen Gebäuden oO weiss auch nicht woran das liegt, aber das Ding ist mir unheimlich unheimlich. Vielleicht liegts an der Form oder dem mangelnden Wissen, was in dieser Kugel drin ist? Ging mir letztens aufm Brocken auch schon so, ich scheine irgendwie kaputt zu sein. Eigentlich sind Kugeln ja perfekte Formen und fuer sich sehr sehr liebenswert … weiss ich, weil ich jeden abend beim schlafen eine forme 🙂 … man denke nur an Platons Kugelmenschen, wenn das nich schoen ist, dann weiss ich auch nicht. Ich glaub ich schweife ab, naja, egal, hab vorhin aber nochmal nachgeschaut, es ist ein Stützpunkt der Bundeswehr (Fernmeldesektor 105). Damit kann ich nix weiter anfangen, Tante google wusste auch nich mehr, moeglicherweise sollte ich morgen mal da anrufen.

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Bei Angst vor Objekten faellt mir gleich wieder ein, dass es da tatsaechlich mal ne Frau gab, die den Eifelturm geheiratet hat (hab zuviel Zeit, deswegen gibts dazu auch noch nen link). Somit scheint alles im gruenen Bereich und ich bin nich kaputt nur putzig 🙂

Weiter ging es abwechselnd am Strand entlang und dann wieder den Hochuferweg bis Kap Arkona.

Das Wetter mag nich mehr, also das schoene .oO und es beginnt waagerecht zu regnen, einerseits praktisch, man muss nur den Mund aufmachen, und kann auf Wasserflasche & Co verzichten. Andererseits macht es keinen Sinn mehr zu rauchen, es scheitert schon an der Herstellung einer brauchbaren Zigarette 🙂 Dafuer ist so gut wie kein anderer unterwegs und die Spuren im Sand sind ganzganz sicher von mir! An den Formen und Farben der Muster hab ich hingegen nur wenig bis keinen Anteil, kann mich daran einfach nur nich recht satt sehen … die Augen bleiben immer irgendwo bewundernd haengen … das plant keiner, einfach nur Physik und millionenmal an Steine geschlagene Muscheln .oO

Die Leuchttuerme lass ich rechts liegen und bleibe auf dem Hochweg, auf die beiden werd ich an sturmaermeren Tagen mal klettern und bestimmt berichten. Sicht ist heut eh nicht berauschend, Sturm, Regen, alles grau.

Der Weg ansich ist schoen, auch fuer Radfahrer gut geeignet und scheint um ganz Ruegen zu gehen.

(___(_______ ~~  … das haett ich mal lieber gelassen, Schnecken sind eklig, besonders wenn sie sich heimlich getarnt unter Tuerklinken befinden .oO aber dafuer gibts eine norddeutsche Weisheit: Sturm ist erst, wenn das Schaf keine Locken mehr hat! Sowas in der Art hatte ich heut auch ab und an im Kopf, wenigstens als Bildunterschrift fuer …

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Weiter gehts nach Vitt, einem kleinen Fischerdorf, das auch heut aus nur einer handvoll Huetten besteht, bei denen aufs dach zu gelangen keine Leiter notwendig und alles in allem aus der Ferne noch unberuehrt und ein bisschen wie vor 900 Jahren ausschaut. Es gibt keine Strassen, nur Wege aus Sand … das fehlen von Zivilisationsmerkmalen verwirrt ein bisschen 🙂 Man munkelt, ok, man ist sich ziemlich sicher, aber ich sag so gern „munkeln“, dass um 1000 am Kap die Slawen einen Tempel und Burg errichtet hatten, und dazu war Vitt vermutlich der Hafen. Vom Burgwall selbst ist nicht mehr allzuviel gesehen, das Meer fordert sein Opfer in vorm von ~30 cm pro Jahr und man muss wohl davon ausgehen, dass vom fruehmittelalterlichen Baugenie 2/3 nicht mehr vorhanden sind, ganz zu schweigen vom Verlust der alten Relegionen (Svantevit).

Die Steilküste ist sehr beeidruckend, ganz besonders, wenn jederzeit ein Stueckchen abrechen kann … ich glaube den vielen Schildern, die auf gesperrte Bereiche hinweisen. Ich freu mich heut schon auf morgen, der Kreidefelsen ist noch ein bisschen beeindruckender.

Die Abstiege sind super in Schuss und abwechslungsreich. Manchmal einfach nur schraeg die Kueste runter, oft Treppen, die ob ihrer unterschiedlichen Hoehe und Weite herausfordernd sind, manchmal durch Tore von Straeuchern, wenn es jetzt noch blueht oder Fruechte traegt, waers ziemlich maerchenhaft 🙂

Ich hab CDF wieder gefunden, ja, den von letzter Woche 🙂 war auch auf Ruegen und hat hier keine Plattenberge und Fichteln aufs Pyparus gebannt, sondern Huegelgraeber und Steinwaelle …

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Ich kann den Dingern nicht viel abgewinnen … Gräber entsprechen wohl nicht meinem sonnigen Gemuet, aber mit bissl Nebel oder einem Sonnenuntergang dahinter, kann man schon verweilen und daran denken, wer vor vielen Jahrunderten hier eine so aufwendige Ruhestaette bekommen hat .oO und ich gruebel darueber, wie schwer es ist, zeichnen zu lernen, Bleistift und Papier hab ich irgendwo, ich werds morgen mal ausprobieren …

Ich mag noch einen Blick auf Juliusruh werfen, zumindest aus der Ferne, das erklaert auch den merkwuerdigen Fortsatz auf der Karte 🙂 erledigt und fuer nicht besonders aufregend befunden … war vor 50 Jahren bestimmt aufregender (erste Urlaube meiner Grosseltern mit Kindern … Zelten).

Gegen halb zwei ist die knapp 20 km-Wanderung vorbei und ich freu mich auf eine heisse Dusche und ein Mittagsschlaefchen.

Jetzt sind irgendwie die Flundern ganz hinten runter gefallen .oO ja, die gabs heut abend. Ich glaub das koennt ich jeden Tag wieder sagen: Esst mehr Fisch 🙂 also solange es ihn noch gibt und nicht nur in Filetform, sondern auch manchmal im ganzen, so richtig mit Arbeit und Graeten … vielleicht ist aber auch einfach nur der Koch hier sensationell … der von den Mittagsfischbroetchen ist es auch schon gewesen 🙂

Mehr von Sehnsucht? Ja, schweres Thema und viel Zeit Gedanken darueber im Herzen zu bewegen … So richtig gut kann man nicht sagen, wonach man sich sehnt .oO Es ist nicht so einfach wie beim Gluecklichsein, obwohl man sich auch danach sehnen kann?! Man steht auf Bergen und schaut ins Land und alles wird ganz winzig und klein, auch die Probleme, die man mit sich herumtraegt und als Gegenpol: das Meer. Man schaut in unendliche Weite und nichts dient dem Auge als Anker, nur der Himmel und das Wasser und dann hinterm Horizont eine Idee, ein Gedanke an Neuanfang, Freiheit und etwas ganz anderes .oO und schwupps sehnt man sich nach einer Illusion.

Halber Tag an alle, nichts und mich gedacht und das ist das armselige Ergebnis .oO

Vielleicht muss man einfach nur lospaddeln, ohne Ziel und ankommen oder auch nicht? Oder genuegt es eines mit sich selbst zu sein? Eine eigene Kugel, ein Universum nur fuer sich, ohne Change andere zu verletzten … es klingt alles irgendwie wie Sehnsucht nach Stille .oO

Ich glaube ich werde ein wenig duester und das muss heut nicht sein. Morgen ist ein neuer Tag und neue Dinge sind bereit entdeckt und aufgenommen zu werden … *waeh* und schon angel ich schon nach der naechsten Illusion, das ist wie Ostseesand daran zu hindern aus der geballten Hand zu rieseln .oO Geht vielleicht einigermassen, wenn er pitschnass ist, aber das ist dann nicht ganz das Gleiche.

Möglicherweise ist Sehnsucht auch zu sehr mit einem Ding wie „Zeit“ verknuepft … es gibt nicht viele Dinge, nach denen wir uns immer sehnen. Und dann ist natuerlich auch noch das Problem von zu frueh, zu spaet, aber nie passend; zu wenig, zuviel Zeit, hm. Der Weisheit letzter Schluss liegt am Boden der Weinflasche … ich gelobe Besserung …

Egal, irgendwer ruft die Seite staendig neu auf … ich sollte wohl fertigwerden 🙂

Morgen wird entweder ein Gammeltag mit Sauna und lesen, dann wirds morgen abend in Ermangelung von Eindruecken keine Post geben, oder ich brech Richtung Naturpark und Kreidefelsen auf.

Wie hat gleich nochmal ein bekannter neuzeitlicher Philosoph gesagt: Schaumer mal, dann sehmer schon!

In diesem Sinne, bis bald …

Nachtrag:

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Wie heissen gleich nochmal die Wolkenstreifen, die der Wind grad testbildgleich am Mond vorbeipeitscht? Meterologe oder Wolkenkundler muesst man sein 🙂